20110924

breathe me


Lehne mich an die Wand, schaue hoch und mein Zimmer ist grau. Keine Farben mehr, es ist kalt. Ich stoße mich von der Wand ab und gehe rüber zum Fenster das weit offen steht. Ich fasse es und drücke es zu. Kopf gegen die Scheibe zwischen meine beiden Hände. Es ist immer noch kalt. Ich fasse mir mit der rechten Hand in den Nacken und merke, ICH bin KALT. Gehe zurück an die Wand und lehne mich wieder an ihr an.
Schaue kurz auf den Boden, erfasse noch 2 andere Füße. Schaue hoch und sehe eine Menschenmasse in meinem Zimmer. Die meisten Stehen auch an den Wänden, mein Zimmer ist leer, ohne Möbel wirkt es unendlich. Die anderen Menschen sitzen auf den Boden, aber ebenfalls an die Wand gelehnt. Ich laufe durchs Zimmer, versuche sie alle zu berühren, doch immer wenn ich sie berühren will, spüre ich wie meine Hand durch etwas kaltes durchgreift, ich blinzle noch einmal, die Menschen sind weg und die Möbel wieder da. Es ist nicht mehr grau und so kalt hier. Es ist heiß, sehr heiß. Ich gehe wieder zum Fenster und reiße es auf, klettere auf die Fensterbank und springe aus dem Fenster, doch ich falle nicht, ich fliege. Ich schwebe, bin sicher hier. Laufe grade aus als wäre es ein normaler Gang. Doch komme nirgendwo zum Ziel.
Es ist unendlich. Mein Leben ist unendlich. Doch ich bin immer noch alleine hier. Spüre den kalten Wind durch meine Haare zischen und pralle auf. Ich lebe noch doch schließe die Augen und öffne sie wieder. Ich liege im Bett und der Platz neben mir ist leer. Ich bin alleine. 

1 Kommentar:

  1. wundervoller blog ! wow ! (:

    http://lapeurdeperdre.blogspot.com/

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